Alle in einem Boot – Arbeitsgrüße aus der Werft

Alle in einem Boot - Arbeitsgrüße aus der Werft

Von A wie Architekt bis Z wie Zimmerer – beim AMERA-Schiffsumbau in der Werft sitzen nahezu 1.500 Arbeiter in einem Boot, die alle ein Ziel haben: Das neu gestaltete Schiff pünktlich zur ersten Reise wieder ins Wasser zu bekommen.

Unser Amera-Schiffsumbauteam

BENJAMIN DRECHSEL | Fleet-Architekt & Bauleiter MS AMERA · Seine Verbundenheit mit Phoenix Reisen besteht bereits seit 2011, als der studierte Innenarchitekt sein Diplom bei, über und mit Phoenix geschrieben hat. Warum er bei den Schiffen geblieben ist? “Landbau ist langatmig, Schiffsbau ist schnell”, lautet sein Urteil. “Für mich ist dieser Bereich die Formel 1 der Architektur.” Er liebt die Schnelligkeit der Prozesse und die große Flexibilität, die alle Beteiligten umsetzen können müssen. “Die Deadline beim Schiffsbau ist endgültig und wird nicht verschoben, d.h. Lösungen müssen zwingend von den Verantwortlichen und Handwerkern gefunden werden. Diese Geschwindigkeit treibt alle zu Höchstleistungen und zu besten Ergebnissen an. Diese Arbeitsmentalität findet man nicht überall – aber beim Schiffsbau ist sie immer da! Das ist toll für jeden, der daran beteiligt ist!”

Benjamin Drechsel

SVETOSLAV KOLEV | “Generalmajor” der Handwerker · ‘Svetlo’ führt eine 118 Mann starke Handwerker-Truppe, die ausschließlich aus bulgarischen Facharbeitern besteht. Er und sein Team beherrschen alle Gewerke, die an Bord vorstellbar und notwendig sind. Sämtliche Ersatzteile und Werkzeuge lagern in ihren Containern an Bord und decken komplette Werkstätten ab, damit sie völlig unabhängig arbeiten können. “Ich betreue seit 11 Jahren Phoenix-Schiffe. Wir sind zuverlässig, kompetent und funktionieren wie eine große Familie”, erklärt der Handwerker. Der Stolz auf sein Team steht ihm dabei ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder: 80% seiner Leute stammen aus seinem Heimatdorf. Hier arbeitet einer für alle, alle für einen – und alle gemeinsam für die großen Phoenix-Schiffe!

Svetoslav Kolev

JANNA RINCK | Fleet-Architektin · “In der Werft herrscht eine Frauenquote von 34% und ich trage dazu bei”, strahlt das neue Werft-Team-Mitglied. Fasziniert von den spannenden Abläufen und vielseitigen Herausforderungen, genießt sie das große Projekt ‘Schiffsumbau’, bei dem sie ihre Leidenschaft für Neues und Unbekanntes sowie ihre Kreativität voll einbringen kann. “Hier gibt es keine 08/15-Abläufe! Wir arbeiten strategisch, fachlich und handwerklich auf höchstem Niveau. Das ist der perfekte Arbeitsplatz für mich.

Janna Rinck

JÖRG DUNKEL | Technischer Leiter Entertainment · Der gelernte Industriemechaniker liebt größere Herausforderungen und ist deshalb goldrichtig in der Werft. “Man glaubt ja nicht, wie viele Überraschungen in so einem Schiff stecken”, erzählt der junge Techniker. Die jahrelange Mischung aus Alt, Neu und Upgrades führt zu einem bunten Mix an technischen Ausstattungen. “Hinter jeder Wand und Verkleidung kann etwas Unerwartetes zum Vorschein kommen und die geplanten Prozesse über den Haufen werfen. Nichts ist sicher oder erwartbar”, erklärt er. “Ganz wichtig bei unserer Arbeit ist eine große Portion Verständnis und auch Zuneigung für das Schiff mit all seinen Facetten und Besonderheiten.” Damit haben er und sein Team noch jede Überraschung gemeistert.

Jörg Dunkel

GEORGIOS ZISOPOULOS | Fleet-Architekt · Die Frage, ob er lieber Gebäude oder Schiffe baut, hat Georgios vor vielen Jahren für sich entschieden. Aber worin liegt der große Unterschied, ob man ein Schiff oder ein Haus baut? “Beim Schiffsbau gibt es während des Werftaufenthaltes einen ‘Point of no return’ (einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt). Im Gegensatz zum Landbau, bei dem zwischen den Gewerken die Unstimmigkeiten, Fehler, Diskussionen etc. zum Stillstand des Baus führen können, gibt es keinen Stillstand beim Schiffsbau, insbesondere bei der Kreuzfahrt. Die nächste Reise ist bereits verkauft, das Schiff MUSS fertig werden und auslaufen. Das macht die Sache sehr viel spannender”, erklärt der Fleet-Architekt und macht sich schnell wieder an die Arbeit.

Georgius Zisopoulos